Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)

Weitere Namen:

Becherblume, Blutstillerin, Blutströpfchen, Bockwurz, Braunelle, Drachenblut, Falsche Bibernelle, Gartenbibernelle, Herrgottsworte, Hosenknopf, Kleine Bibernelle, Kleines Blutkraut, Költeltskraut, Körbelskraut, Megenkraut, Nachlaufkraut, Nagelkraut, Pfefferwurz, Pimpernelle, Pimpinelle, Rote Bibernelle, Rotkopf, Sperberkraut, Welsche Bibernelle, Wiesenbibernelle, Wurmkraut

Bezeichnungen in anderen Sprachen:

Englisch: small burnet
Französisch: petite pimprenelle

Wirkung:

Appetitanregend, stärkend, harntreibend, kariesvorbeugend, blutstillend, keimtötend, entzündungshemmend, schweisstreibend, adstringierend, entgiftend

Anwendung:

Als Tee zum Gurgeln bei Entzündungen der Mundschleimhaut und bei Schwächen des Verdauungsapparates und der Harnorgane. Nach längerer Belastung durch Schadstoffe wirkt der Tee aus der Wurzel entgiftend. Als Umschlag ist sie hilfreich zur Linderung eine Sonnenbrandes. Der Saft soll Sommersprossen entfernen.
Der Wiesenknopf ist ein Frauenkraut. Seine blutstillenden Eigenschaften können zu starke Menstruationen stillen.
Im Mittelalter wurde die Pflanze bei Herzleiden, Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt.

Allgemeines:

Der kleine Wiesenknopf ist ein gerne verwendetes Kraut in der Küche. Er ist sehr schmackhaft in Kräuterquark oder in der Kräuterbutter. Die Blätter schmecken leicht nach Gurke. Verwendet werden die jungen Blättchen vor der Blüte.
Der Name Wiesenknopf leitet sich von der Blüte ab, die wie ein Knopf am Stängel sitzt. Der botanische Name Sanguisorbia gibt einen Hinweis auf die blutstillenden Eigenschaften. Er leitet sich ab von lat. sanguis = Blut und sorbere = aufsaugen. Der Name Bibernelle oder Pimpernelle sollte möglichst nicht verwendet werden, denn es gibt Anlass zu Verwechslungen mit dem Doldenblütler Pimpinella.
Die blutstillende Wirkung soll sich auch entfalten, wenn man sich ein Bündel frisch gepflücktes Kraut in den Nacken legt.

Wirkstoffe:

Saponine, Gerbstoffe, Flavone, Tannine, Vitamin C, Kampferol, Gallussäure, Fette, Harze, Mineralstoffe

Familie:

Gehört zu den Rosengewächsen wie Bachnelkenwurz, Blutwurz, Brombeere, Eberesche, Erdbeere, Fingerkraut, Frauenmantel, Geissbart, Heckenrose, Kirsche, Mädesüss, Mispel, Nelkenwurz, Odermennig, Quitte, Schlehe, Weissdorn

Botanik:

Die mehrjährige Pflanze kann bis zu 40cm hoch werden. Bei den Blättern handelt es sich um Fiederblätter mit 3 bis 12 eiförmig gezähnten Blattpaaren. Die Blätter sind unpaarig gefiedert. Auf dem aufrechten Stängel steht ein grüner Blütenkopf mit bis zu 3cm Durchmesser. Im oberen Teil des Blütenstandes befinden sich weibliche Blüten, sie sehen aus wie kleine rote Pinselchen, in der Mitte sind die Blüten zwittrig und die unteren, männlichen Blüten sind gelbe Staubblätter an langen Stielen.

Astrologie:

Sonne

Signatur:

Die roten Blüten deuten auf die blutstillende Wirkung hin.

Kleiner Wiesenknopf in der Küche:

  • im Salat oder Kräuterquark
  • in der Kräuterbutter oder als Küchenkraut

^ nach oben