Mädesüß
(Filipendula ulmaria)




Weitere Namen:

Bärmutterkraut, Beielichrut, Bocksbart, Geissbart, Geissleitere, Honigblüte, Immenkraut, Metwurz, Rehstauden, Rüsterstaude, Spierstaude, Ulmenspiere, Wiesengeissbart, Wiesenkönigin, wilder Holler, Ziegenbart

Bezeichnungen in anderen Sprachen:

Englisch: meadow sweet
Französisch: spirée ulmaire

Wirkung:

Mädesüß ist das Heilmittel gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, da es die Produktion von Magensäure und damit auch die Säure des Magens und des Zwölffingerdarmes vermindert. Wirkt blutverdünnend, schweisstreibend, harntreibend, fiebersenkend, schmerzlindernd, antirheumatisch, adstringierend (zusammenziehend),
wassertreibend.
Enthält Salicylsäure. Greift die Magenschleimhaut nicht an, verursacht kein Magenbluten. Kurz vor der Blüte am wirkungsvollsten. Gut gegen Gicht. Wirkt über den Hypothalamus. Regt die Gallenproduktion an und wirkt dadurch verdauungsanregend.

Anwendung:

Zur unterstützenden Behandlung bei Erkältungen. Bei Wassersucht, Gicht. Gegen Schmerzen bei Rheuma. Gegen Thrombose als Tee gemischt mit Steinklee. Frisch und getrocknet wirkungsvoll. Gut im Heubad und als Dampfkompresse. Die Wurzel wird gelegentlich als Aufguss gegen Durchfall verwendet.
Tee: 1 Esslöffel Blüten mit ½ Liter kochendem Wasser übergiessen und ziehen lassen.

Allgemeines:

Heilige Pflanze der Druiden. Eines der vier heiligen Kräuter bei den Kelten. Über die Namensgebung gibt es zwei Theorien. Zum Einen wird vermutet, dass der Name vom Met kommt, da der Met damit haltbar gemacht und gesüsst wurde. Andererseits ist auch möglich, dass sich der Name von Mahd ableitet, da das Kraut dem Heu den unverwechselbaren Duft verleiht. Es gibt auch noch die Vermutung, der Name könne vom Englischen meadow = Wiese kommen. Es wurde früher in Kirchen gestreut, da es einen angenehmen Duft verbreitet, und man flocht es in Brautkränze.
Starke Beziehung zum Lammasfest (1. August).

Vorsicht: Da es die Blutgerinnung hemmt, sollte es von Menschen, die blutverdünnende Mittel zu sich nehmen nicht angewandt werden, ebenso sollten Personen es meiden, die Probleme mit der Blutgerinnung haben. Auch Personen, die eine Überempfindlichkeit auf Salicylate zeigen, sollten Mädesüß meiden.

Wirkstoffe:

Gerbsäuren, Flavonoide, Phenolglykoside, ätherische Öle, Schleimstoffe

Familie:

Gehört zu den Rosengewächsen wie Bachnelkenwurz, Blutwurz, Brombeere, Eberesche, Erdbeere, Fingerkraut, Frauenmantel, Geissbart, Heckenrose, Kirsche, Mispel, Nelkenwurz, Odermennig, Quitte, Schlehe, Weissdorn, Wiesenknopf

Botanik:

Mehrjährige gut 1,20m hohe Staude wächst an Bächen und auf Feuchtwiesen. Der Stängel ist häufig rot überlaufen und kantig. Die Blätter sind wechselständig und gefiedert und haben einen gezähnten Rand. Die Blattadern sind deutlich sichtbar. Die Blattunterseiten sind silbrig behaart. Die Form der grösseren Blattabschnitte ähnelt der Ulme, wovon der lateinische Name ulmaria kommt. Grosse und kleine Fiederblättchen wechseln miteinander ab. Die Blüten sind Trugdolden aus winzigen cremefarbenen Einzelblüten, mit vielen Staubgefässen, die einen intensiven süßlichen Duft ausströmen.

Astrologie:

Jupiter, Venus, Mond

weitere Bilder vom Mädesüß

Artikel in GartenWeden (eine online-Zeitschrift)

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