Echter Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Weitere Namen:

Amerikanischer Sonnenhut, Echinacea, Kegelblume, Purpurfarbene Kegelblume, Kupferblume, Purpurfarbener Igelkopf, Purpurfarbener Sonnenhut, Roter Sonnenhut, Rote Sonnenblume, Stachelkopf

Bezeichnungen in anderen Sprachen:

Englisch: eastern purple coneflower, Indian head
Französisch: échinacée

Wirkung:

Entzündungshemmend, virushemmend, auswurffördernd, abwehrstärkend, wundheilend, antibakteriell

Anwendung:

Bereits die nordamerikanischen Ureinwohner verwendeten den Sonnenhut gegen Entzündungen, Eiterungen, Furunkel, bei Insektenstichen und Schlangenbissen.
Bei uns wird die Pflanze hauptsächlich eingesetzt, um die Abwehrkräfte der oberen Atemwege und der ableitenden Harnwege zu stärken und gegen grippale Infekte vorzubeugen. Der Presssaft aus den Blüten hilft bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte. Salbenpräparate sind wirksam gegen Herpes-Viren und Hautkrankheiten. Auch bei kleinen Verletzungen wird die Salbe eingesetzt.
In der Homöopathie wird die Pflanze gegen Furunkel und schlecht heilende Wunden eingesetzt, aber auch bei Entzündungen und zur Stärkung der Abwehr.
Vorsicht: Bei einer bekannten Allergie gegen Korbblütler sollten Echinacea-Präparate nicht eingesetzt werden!!
Es wird von einer Daueranwendung abgeraten, da dadurch eine Umkehr der Wirkung eintreten kann, d.h. die körpereigene Immunabwehr geschwächt werden kann.

Allgemeines:

Der botanische Name Echinacea kommt dem Griechischen echinos = Igel, was auf den Blütenboden hinweist. Der Artname purpurea heisst purpurrot und kommt aus dem Lateinischen. Der deutsche Name Sonnenhut bezieht sich auf die herabhängenden Blütenblätter, die wie ein Hut mit breiter Krempe aussehen.
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und die Indianer kannten ihre Heilwirkungen schon länger. In Europa kam sie erst Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zu Ruhm und Ehren, nachdem sie in USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Wiedergeburt erlebte.
Echinacea ist eine Nahrungspflanze für Bienen und Hummeln.
Ein anderer Korbblütler heisst auch Sonnenhut, es handelt sich um die Rudbeckie, die jedoch nicht die Wirkungen aufweist, wie die Echinacea. Bei ihr handelt es sich um eine meist gelb blühende Zierpflanze, die aus Amerika eingeführt wurde.

Wirkstoffe:

Pflanzensäuren, ätherische Öle, Bitterstoffe, Harze, Glucose, Inulin

Familie:

Gehört zu den Korbblütlern wie Arnika, Beifuss, Estragon, Gänseblümchen, Goldrute, Huflattich, Echte Kamille, Löwenzahn, Kornblume, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenblume, Stevia, Wasserdost, Wegwarte, Wiesenbocksbart

Botanik:

Die mehrjährige Pflanze kann bis zu 1.20m hoch werden. Aus einer Pfahlwurzel mit Nebenwurzeln entspringt der aufrechte, verzweigte Stängel, an dessen oberem Ende die auffällige Blüte steht. Den kegelförmigen Blütenboden fassen die purpurfarbigen Strahlen ein, die mehrere Zentimeter lang sind und häufig herunter hängen. Die Röhrenblüten im Blütenboden sind braunrot und ragen wie die Stacheln eines Igels nach oben heraus. Die Blätter sind dunkelgrün und schmal, sie haben einen grob gesägten Rand und sind leicht behaart. Die Grundblätter sind lanzettlich.

Astrologie:

Mars, Sonne

Wesen der Pflanze:

Abschirmung, Schutz

Signatur:

Abwehr durch den stacheligen Boden

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